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Portrait of a Hippopotamus in water in Saadani National Park🦛

Photo: Muhammad Mahdi Karim · CC BY-SA 4.0

SpeciesArtiodactylaHippopotamidae
Mammals

🦛Hippopotamus

Hippopotamus amphibius Linnaeus, 1758

Das Flusspferd (Hippopotamus amphibius), auch Großflusspferd genannt, ist eine Säugetierart aus der Familie der Flusspferde und der Ordnung der Paarhufer. Innerhalb der Gattung Hippopotamus gilt es inzwischen als einziges Mitglied. Nach den Elefanten und neben einigen Vertretern der Nashörner und der Giraffen zählt es zu den größten landbewohnenden Tieren. Besondere Kennzeichen stellen der große, fassförmige und weitgehend haarlose Körper, die kurzen Gliedmaßen und der massige Kopf mit einem breiten Maul dar, in dem die Schneidezähne und vor allem die unteren Eckzähne vergrößert sind. Als Anpassung an eine teils wasserbewohnende Lebensweise liegen die Ohren, die Augen und die Nasenlöcher sehr weit oben am Kopf. Das Verbreitungsgebiet des Flusspferdes umfasst das Afrika südlich der Sahara und ist teils stark fragmentiert. Als hauptsächliche Lebensräume fungieren offene Landschaften und Waldgebiete, jedoch fehlt es weitgehend im tropischen Regenwald. Ursprünglich kam das Flusspferd auch entlang des Nils bis zu seinem Mündungsdelta vor, woher der gebräuchliche Name Nilpferd rührt. Am gesamten Unterlauf des Nils ist es heute ausgestorben, am Weißen und am Blauen Nil existieren noch Bestände. Die Tiere halten sich am Tag in Gewässern auf. Ihre hauptsächlichen Aktivitäten beginnen zur Dämmerungszeit oder nachts, wenn sie die Ruheplätze verlassen und zu ihren Weidegründen an Land gehen. Sie sind überwiegend Pflanzenfresser und ernähren sich von unterschiedlichen Grasarten, seltener von Wasserpflanzen und von geplünderten Kulturpflanzen. Unter Umständen fressen sie auch fleischliche Ressourcen. Das Flusspferd zeigt ein komplexes Sozialverhalten. Es kommen verschiedene, jedoch zumeist instabile Gruppenbildungen vor. So formieren sich Verbände aus weiblichen Tieren mit ihrem Nachwuchs, Gruppen aus männlichen Individuen sowie gemischte Zusammenschlüsse. Einzelgängerische männliche Tiere sind häufig territorial gebunden und verteidigen ihr Paarungsvorrecht, solange sie sich in ihrem Revier aufhalten. Die Kommunikation ist vielfältig und besteht aus einem Repertoire an Gesten, von denen das weit geöffnete Maul die bekannteste ist, und Lautäußerungen. Letztere sind bisher nur wenig erforscht. Die Tiere verwenden sie sowohl unter Wasser als auch an Land. Die Paarung und die Geburt des meist einzelnen Jungtieres finden ausschließlich im Wasser statt, ebenso das Säugen. Zwischen dem Geschlechtsakt und der Niederkunft des weiblichen Tieres vergehen rund acht Monate. Durch sein Gruppenleben und den langen Zeitraum, den es im Wasser verbringt, aber auch sein Nahrungsverhalten hat das Flusspferd einen großen ökologischen Einfluss auf seine direkte Umgebung. Vertreter der Gattung Hippopotamus traten vermutlich im Unteren Pliozän vor rund 5 Millionen Jahren erstmals auf. Der Ursprung liegt in Afrika, wo sie über einen reichhaltigen Fossilbericht mit zahlreichen Arten verfügt. Im Laufe ihrer Stammesgeschichte erreichte sie zudem Vorderasien und Europa. Letzteres besiedelte die Gattung wahrscheinlich mehrfach, da von hier neben einzelnen ursprünglicheren Formen auch Reste des eigentlichen Flusspferdes vorliegen. Die Anwesenheit der Tiere war aber weitgehend auf die Warmzeiten des Pleistozäns beschränkt. Auf einigen Inseln des Mittelmeeres bildeten sich Zwergformen heraus, gleichfalls sind verzwergte Flusspferde von Madagaskar überliefert. Insgesamt wird die Systematik der fossilen Formen von Hippopotamus als überarbeitungsbedürftig eingeschätzt. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung des Flusspferdes als Art und Gattung erfolgte im Jahr 1758. Zuvor wurde es überwiegend in Reiseberichten erwähnt. Eine Haltung in der modernen westlichen Welt ist nicht vor 1850 belegt. Es sind aber zahlreiche Berichte antiker Gelehrter überliefert, die wenigstens bis in das 6. Jahrhundert v. Chr. zurückgehen. In vorgeschichtlicher Zeit dienten die Tiere als Nahrungs- und Rohstoffquelle. Von ihrer Bedeutung zeugen vor allem seit dem ausgehenden Pleistozän und dem Holozän zahlreiche Felsmalereien im nördlichen und südlichen Afrika. Im Alten Ägypten wurde das Flusspferd in Form der Göttin Taweret verehrt. Dem Tier wohnten nach damaligem Glauben fürsorgliche und zerstörerische Kräfte inne. Zu dieser Zeit entstanden zahlreiche Statuetten, die zu den Verstorbenen in die Gräber gelegt wurden. Der Bestand des Flusspferdes, der schätzungsweise 115.000 bis 130.000 Tiere umfasst, gilt als gefährdet. Hauptbedrohungen sind die Lebensraumzerstörung und die teils intensive Jagd. Es besteht außerdem ein intensiver Handel mit den Zähnen der Tiere. Die Abhängigkeit des Flusspferdes vom Wasser führt darüber hinaus zu Konflikten mit der örtlichen Bevölkerung. Nach einer weit verbreiteten Meinung zählt das Flusspferd zu den gefährlichsten Tieren für den Menschen, wofür es aber keine statistische Grundlage gibt. Außerhalb des angestammten Verbreitungsgebietes des Flusspferdes in Afrika besteht seit den 1990er Jahren eine Population am Río Magdalena in Südamerika, die aus einer aufgegebenen Tierhaltung hervorgegangen ist.

Text: Wikipedia, CC BY-SA 4.0.

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356
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6
Measurements
14
vs you
≈ 43× your weight
Also called
Nile hippopotamus, Hippo, Common Hippopotamus, Large Hippo, River Hippopotamus
Conservation status
VUVulnerable

IUCN Red List assessment, 2017.

Population trendStable
Key measurements
Body mass
2,640 kg
Body length
5.05 m
Shoulder height
1.47 m
Top speed
24 km/h
Bite force
not recorded
Maximum lifespan
61 years
All measurements ↓
Facts and figures

Everything we know about the Hippopotamus

Typical adult figures. Where a value is an estimate rather than a measurement, it says so.

Body mass
2,640 kg
COMBINE
Other figures ↓

Source: COMBINE · v1 (Soria et al. 2021) · CC BY 4.0

Figures vary

  • 3,750 kgAnAgeAnAge build 15, 2023-07-03 (HAGR)data quality: acceptable
Body length
5.05 m
COMBINE
Details ↓

Source: COMBINE · v1 (Soria et al. 2021) · CC BY 4.0

Shoulder height
1.47 maverage1.44–1.5 m · range across sexes
Other figures ↓

Species-level value synthesised as the mean of: female, male.

By sex

  • Male1.5 mKlingel 2013, Mammals of Africa VIHeight at the shoulder.
  • Female1.44 mKlingel 2013, Mammals of Africa VIHeight at the shoulder.
Top speed
24 km/h
Details ↓

Sprint over a short distance, not a sustained pace. On land. Compilations give 24.36 and 25.0 km/h, but no hippo has ever been properly timed; these trace back to Garland's 1983 table.

Source: Bejan & Marden 2006, J Exp Biol 209:238 and Christiansen 2002, Zool J Linn Soc 136:685; compiled in Hirt et al. 2017, Nat Ecol Evol 1:1116, Supplementary Data · see citation

Brain mass
631 g
COMBINE
Details ↓

Source: COMBINE · v1 (Soria et al. 2021) · CC BY 4.0

Maximum lifespan
61 years
COMBINE
Other figures ↓

Source: COMBINE · v1 (Soria et al. 2021) · CC BY 4.0

Figures vary

  • 61 yearsAnAgeAnAge build 15, 2023-07-03 (HAGR)data quality: acceptable
Generation length
9.99 years
COMBINE
Details ↓

Source: COMBINE · v1 (Soria et al. 2021) · CC BY 4.0

Age at maturity
5.6 years
COMBINE
Details ↓

Source: COMBINE · v1 (Soria et al. 2021) · CC BY 4.0

Gestation
235 days
COMBINE
Other figures ↓

Source: COMBINE · v1 (Soria et al. 2021) · CC BY 4.0

Figures vary

  • 234 daysAnAgeAnAge build 15, 2023-07-03 (HAGR)data quality: acceptable
Litter size
1
COMBINE
Other figures ↓

Source: COMBINE · v1 (Soria et al. 2021) · CC BY 4.0

Figures vary

  • 1AnAgeAnAge build 15, 2023-07-03 (HAGR)data quality: acceptable
Trophic level
Herbivore
COMBINE
Details ↓

Source: COMBINE · v1 (Soria et al. 2021) · CC BY 4.0

Activity cycle
Nocturnal
COMBINE
Details ↓

Source: COMBINE · v1 (Soria et al. 2021) · CC BY 4.0

Population density
4.76 per km²
COMBINE
Details ↓

Source: COMBINE · v1 (Soria et al. 2021) · CC BY 4.0

Volume l
2,640 Laverage
Details ↓

Body mass at ~1.0 kg/L, the density of vertebrate tissue.

average = a mean across sexes or species in a group.

Not recorded for Hippopotamus yet: bite force.

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More about the Hippopotamus

What it eats
leaves, roots and other plants100%
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Hippopotamus amphibius (it), Flusspferd (de), Hippopotamus amphibius (fr), hroch obojživelný (cs), Hippopotamus amphibius (es), hipopotam nilowy (pl) … and 28 more languages

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